| K Ü N S T L E R - T I P P |
| Archiv IV, ArchivIII, Archiv II, Archiv I, Archiv 07, Archiv 09 |
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Künstler 12/11 |
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Anja Manfredi 1978 geboren in Lienz / Osttirol, lebt und arbeitet in Wien seit 2006 freischaffende bildende Künstlerin 2005 Diplom an der Akademie der bildenden Künste Wien Klasse für Malerei und Grafik mit Schwerpunkt Fotografie. Sie erhielt 2010 den Theodor Körner Preis für Wissenschaft und Kunst. Anja Manfredis Fotografien sind Untersuchungen zur Geste, zu bewegten Körpern und Körperkonzepten. Das Interesse der Künstlerin liegt im Ausloten des Verhältnisses zwischen bewussten Inszenierungen und alltäglichen, selbstverständlich ausgeführten Gesten. Ihre Arbeiten veranschaulichen, dass Körper zwar nie gänzlich frei von kulturellen Normen sind, sich jedoch gerade in den Akten der Aneignung auch Möglichkeiten des Ausbrechens eröffnen. Manfredi rückt den häufig verborgen bleibenden künstlerischen Prozess, das Recherchieren, Ordnen und Archivieren ins Zentrum ihrer Kunst. Die Fotografie ist dabei nicht einfach Mittel zum Zweck. Die Reflexion der Rolle der Fotografie als fixierendes Medium der flüchtigen Gesten und ewegungen ist für die Künstlerin von zentraler Bedeutung. In ihren Arbeiten ist die Fotografie als geronnener Moment (Vilém Flusser), selbst als Geste zu verstehen. (*Astrid Peterle*) |
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Künstler 10/11 |
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Kate Just (*1974) ist Austauschstipendiatin des RMIT (Royal Melbourne Institute of Technology) und zählt mit zahlreichen Ausstellungen, Preisen und Stipendien zu den wichtigsten jungen Künstlern der Kunstszene in Australien. Bekannt geworden ist Just mit ihren gestrickten und gehäkelten Skulpturen und Installationen, von denen sich ihr Werk hin zu einer Auseinandersetzung des Weiblichen im Kontext der Natur orientiert. Schwerpunkt der künstlerischen Fragestellung ist, wie räumliche Methapern, wie z. B. Dunkelheit, Unterschlüpfe, Räume, Höhlen, etc. historisch verwendet wurden, um den weiblichen Körper zu repräsentieren und zu untersuchen. Diese unsichtbare Metaphorik materialisiert die Künstlerin in Skulpturen und Rauminterventionen. Die in Australien lebende Künstlerin arbeitet im Kontext der Rauminstallation, die sie mit Collagen und gestrickten Objekten erweitert. Zentrale Fragestellung ist die Beziehung zwischen der weiblichen Identität und deren Spiegelung in der Natur. Hierzu zitiert sie historische Frauenbilder und recherchiert deren kulturellen Erfahrungsraum. Den feministischen Kontext ihrer Arbeiten leitet Kate Just ebenfalls aus historischen Begebenheiten ab, die in diesem Fall eng mit der Region verbunden sind. |
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Künstler 09/11 |
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Clemente zog nach einer humanistischen Schulausbildung 1970 nach Rom
und studierte Architektur an der dortigen Università degli Studi
di Roma. Sein großes Interesse galt der Malerei des 17. Jahrhunderts.
Die Malerei erlernte er als Autodidakt. 1973 reiste er zum ersten Mal
nach Indien, ein Land, das er während seines Lebens noch öfter
besuchen wird. 1974 begegnete er der Schauspielerin Alba Primiceri, die
er später heiratete und begegnete im gleichen Jahr dem deutschen
Kunstprofessor Joseph Beuys. In Madras, wohin er 1977 zog, errichtete
er ein Atelier, kehrte aber 1979 wieder nach Rom zurück. Seit 1981
pendelt er zwischen Italien und New York, wo er auf Andy Warhol und Jean-Michel
Basquiat traf und einige Zeit mit beiden Künstlern zusammenarbeitete.
Er arbeitet zur Zeit als Kunstprofessor in New York. |
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Künstler 08/11 |
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Tomma Abts studierte von 1989 bis 1995 an der Hochschule der Künste
Berlin. Sie lebt und arbeitet seit 1995 in London. Im Jahr 2004 erhielt
sie von der The Paul Hamlyn Foundation den Award for Visual Arts. Der
Preis wird seit 1998 jährlich an fünf Künstler im Vereinigten
Königreich und Irland verliehen [1]. 2006 wurde Tomma Abts mit dem
bedeutendsten britischen Preis für bildende Kunst, dem Turner Prize
ausgezeichnet. In der Begründung für die Preisverleihung wurden
ihre Einzelausstellungen in der Kunsthalle Basel und in der Galerie greengrassi
(London) genannt. Die abstrakten Acryl- und Ölbilder von Tomma Abts
entstehen oft in einem lang andauernden Malprozess. Die strengen, geometrischen
Kompositionen der Bilder referieren dabei nicht auf Gesehenes, sondern
entwickeln sich aus der Logik der übereinander gelagerten, vielfachen
Farbschichten. |
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Künstler 07/11 |
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Künstler 06/11 |
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Künstler 05/11 |
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Künstler 04/11 |
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Künstler 03/11 |
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Künstler 02/11 |
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der missionarische Impetus der längst zu Ende gegangenen Moderne ab. Die Auflösung traditioneller Kategorien ist in seinem Schaffen kein Ziel an sich mehr. Genausowenig mag der Künstler seine Malerei in engen Gattungsgrenzen betreiben, um das Medium Malerei gewissermassen fundamentalistisch neu zu bestimmen. Und dennoch ist eine präzise Vorstellung des Bildes entscheidender Ausgangspunkt für das vertiefte Ausloten des künstlerischen Potentials von Malerei. Boller lebt und arbeitet in der Schweiz. [K.Bitterli]
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Künstler 01/11 |
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Künstler 12/10 |
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Neben seiner literarischen Tätigkeit (er publiziert im Eigenverlag, in Kleinverlagen und innerhalb von Mail-Art-Projekten) arbeitete Franzobel als Maler (Concept Art bis 1992). Er hat zahlreiche Theaterstücke, Prosatexte und Lyrik veröffentlicht, die in der Spannung zwischen Strukturen und Experiment stehen. So arbeitete er beispielsweise mit automatisierter Übersetzung, unter anderem im Periodikum Rampe. Seine großen Romane sind dagegen eine Mischung aus phantastischem Realismus, Sprachspiel und Wiener Volksstück. Franzobels Welt ist skurril, voller Humor und Anspielungen auf die Zeitgeschichte. Sein Werk ist beeinflusst von den Dadaisten, der Wiener Gruppe und Heimito von Doderer. Selbst hat er sich einmal als literarischer Aktionist bezeichnet, der vor allem das Konzept des Individualanarchismus verfolgt. Er schreibt auch für Kinder, z.B. das Bilderbuch Schmetterling Fetterling (2004) und das Theaterstück Moni und der Monsteraffe (2006). Letzteres wird seit Oktober 2006 im Kabarett Niedermair gespielt. Von 1994 bis 1998 betreute er den Kleinverlag Edition ch.
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Künstler 11/10 |
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Was meinen theatralischen Kopf ein Leben lang beschäftigt, ist das Verhältnis zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit, zwischen Vorfindung und Erfindung. Neigte ich früher dazu, der Natur der Dinge und Menschen den Vorzug über die Ausdenkung zu geben, so fühle ich mich zunehmend der Willkür des Phantasierens verpflichtet. Wenn eine Geschichte ihren Anker in der Wirklichkeit hat, erlaube ich mir mehr und mehr den freien Flug der Ausdenkung. Ich sah in Dominique Doujenis Bildern ein sehr gelungenes Verhältnis zwischen Vorfindung und Erfindung. Die Vorfindung, die Natur, kam mir in einer Gestalt entgegen, die ich besonders gern habe: als Wasser, als Licht, als Sonne, als Sand. Ich habe mehr als ein Jahr in Griechenland gelebt und bin, ein dem Süden Verfallener. Dominique Doujenis hat ihre biografischen Wurzeln in Griechenland, sie hat diese archaischen Elemente der Natur buchstäblich vorgefunden, aber was hat sie aus ihnen gemacht? Sie hat sie, immer von der Wirklichkeit vor ihren Augen und unter ihren Füßen ausgehend, in Strömungen, in ein scheinbar leichtes Spiel verwandelt; sie hat die Elemente durcheinandergewirbelt, ihre Schwerkraft aufgehoben, sie hat der Natur eine neue, eine andere Erscheinung gegeben. Wenn man das Wesen der Natur verläßt, mit ihm zu spielen beginnt, geschieht etwas unbestimmbares, irritierendes. Gibt sich der Frauenkörper auf den Bildern lustvoll und selbstvergessen den Bewegungen, den Strömungen des Wassers hin, oder ist sie ein Ausdruck der Zerrissenheit, von Qual? Wer sich mehr und mehr von der Vorfindung in die Erfindung wagt, gerät in aufregende Möglichkeiten: was uns trägt, zerbricht. Was uns bindet, zerreißt. Was uns schweben läßt, kann uns in die Tiefe ziehen. Es ist ein interessantes Paradoxon der Kunst, daß eine Malerin wie Dominique Doujenis, die es sehr weit mit ihren Phantasien, mit der Verwandlung treibt, dann doch wieder in unser aller Wirklichkeit landet. Das setzt Mut und Können voraus und zieht meinen großen künstlerischen Respekt nach sich. (Peter Turrini) |
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Künstler 10/10 |
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Der Zeitdruck ist wichtig. Zwei bis drei Tage dauert der Aufbau des Künstlers. Diese Taktik ist Konzept. Nur selten wird davon abgewichen und nur in Sonderfällen vorgeplant und vorgearbeitet und gar aufgrund von Fotos entschieden. Auch wenn die KuratorInnen im Vorfeld oft gerne mehr wüssten. Die site-specific Vorgehensweise erfordert außerdem am Ende die Zerstörung des Kunstwerks im Zuge des Abbaus einer Ausstellung. In einem anderen Zusammenhang wären die Arbeiten nicht denkbar, sie würden ihren Kontext, ihre Eingespanntheit in die Architektur aufgeben. Was bleibt ist die Fotodokumentation. Und als ausgebildetem Fotografen liegt ihm auch das. Über Einflüsse und Bezugspunkte. Die Titel seiner Installationen spannen oft Bezüge zu den Orten, an denen die Fotos entstehen, also dorthin, wo die Idee ihren Ursprung hat. Oder Hollerer bedient sich ganz einfach an Songtiteln, bei der New Yorker Band Blonde Redhead zum Beispiel. Fragt man nach künstlerischen Einflüssen, nach Vorbildern, so spricht Hollerer über den Beuys-Schüler Blinky Palermo, dessen künstlerisches Vermächtnis er recherchiert. Indem er sich mit Menschen trifft, die Blinky gekannt haben, indem er sich auf Palermos berühmtes blaues Dreieck beruft - eine Farbe, die er für sich übernimmt und weiterführt. Ideelle Parallelen sind auch Gordon Matta-Clarks Cuttings oder der minimalistische Fred Sandback, der allein mit Schnüren einen Raum entwirft - ein Arbeiten aus dem Koffer, oder eben, wie bei Clemens Hollerer mit dem Werkzeugkasten. So muss man, um international präsent zu sein, nicht erst komplizierte Transporte bemühen. (kulturservice steiermark) |
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Künstler 09/10 |
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Niki de Saint Phalle wurde in Frankreich geboren, wuchs aber hauptsächlich in den USA auf und wurde infolge ihrer Heirat mit Jean Tinguely im Jahr 1971 in der Schweiz eingebürgert. Sie war ebenso wie Tinguely eng mit der Familie des ebenfalls in der Schweiz lebenden Kunstmäzens und Sammlers Theodor Ahrenberg befreundet. Von 1936 bis 1945 besuchte Niki de Saint Phalle die Klosterschule Sacré-Cœur in New York und kehrte 1951 nach Paris zurück. 1953 entstanden ihre ersten Gemälde. Zunächst arbeitete sie als Aktionskünstlerin und machte ab 1956 mit ihren Schießbildern auf sich aufmerksam, dies waren Gipsreliefs mit eingearbeiteten Farbbeuteln, auf die sie während der Vernissage schoss. Ab 1964 entstanden die ersten „Nanas“ − Frauenfiguren mit betont üppigen und runden Formen - anfangs noch aus Draht und Textilien gefertigt. Schon bald wechselte sie jedoch ihre Technik und arbeitete vorwiegend mit Polyester, einem Material, das unter anderem bevorzugt im Bootsbau verwendet wird. 1965 entstand für die Peter Stuyvesant Zigarettenfabrik in Zevenaar die 2 Meter hohe Lili ou Tony. Sie starb am 21. Mai 2002 im Alter von 71 Jahren im Süden des US-Bundesstaates Kalifornien in San Diego, das für sein mildes pazifisches Klima bekannt ist. Die Ärzte hatten ihr den Aufenthalt dort aus gesundheitlichen Gründen empfohlen, da sie nach jahrzehntelanger Arbeit mit den giftigen Dämpfen, die bei der Verarbeitung des Kunststoffes entstehen, schwere Gesundheitsschäden der Atemwege davongetragen hatte. |
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Künstler 07/10 |
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Karl Emilio Pircher, Südtiroler, zunächst Maschinenbaumeister
& Lehrer an der Maschinenbau-Schule Brixen. |
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Künstler 06/10 |
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Pierre Bismuth, 1963 in Paris geboren, lebt und arbeitet
in Brüssel. |
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Künstler 05/10 |
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Er wurde 1967 in Warschau geboren. Von 1988 bis 1993 studierte
er bei Grzegorz Kowalski an der Hochschule für Bildende Künste
in Warschau. |
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Künstler 04/10 |
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Adolf Frohner Adolf Frohner (* 12. März 1934 in Großinzersdorf, Niederösterreich; † 24. Jänner 2007 in Wien) war ein österreichischer Maler, Grafiker und Bildhauer. Sein Grab befindet sich auf dem Grinzinger Friedhof in Wien. Adolf Frohner besuchte das Stiftsgymnasium in Zwettl und das Piaristengymnasium in Krems. 1952 übersiedelte Frohner, der das Malen anfangs autodidaktisch erlernt hatte, nach Wien und wurde Gasthörer bei Herbert Boeckl an der Akademie der bildenden Künste. Ab 1955 war Frohner als Werbegrafiker für den Verband der Elektroindustrie tätig, ab 1959 als Kunstkritiker. Mit Hilfe Boeckls erhielt er 1961 ein Stipendium, das ihm einen Studienaufenthalt in Paris ermöglichte, wo er die Nouveaux Realistes kennen lernte und den Entschluss fasste, in Zukunft als freischaffender Künstler zu arbeiten. 1962 stellte er seine Werke in der Galerie Junge Generation in Wien aus Zunächst war er ein Vertreter der Objekt- und Aktionskunst und war mit der dreitägigen Einmauerung zusammen mit Hermann Nitsch und Otto Muehl sowie der Herausgabe des Manifests Blutorgel im Jahr 1962 an der Schöpfung des Wiener Aktionismus beteiligt. Der Trennung von der Wiener Aktionisten folgte ein weiterer Aufenthalt in Paris und dort die Mitarbeit im Atelier Daniel Spoerris. Einer breiteren, auch internationalen Öffentlichkeit wurde er als Vertreter Österreichs bei der Biennale de São Paulo 1969 bekannt. 1970 nahm er an der Biennale di Venezia teil. Später wandte er sich in Malerei und Grafik dem Tafelbild zu. Ein immer wiederkehrendes Motiv in Frohners Bildern ist Gewalt, oft dargestellt durch gefesselte Frauen, denen Gewalt angetan wird. 1972 wurde Frohner mit dem Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Im selben Jahr begann er seine Tätigkeit als Professor an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Von 1985 bis 2005 leitete er eine Meisterklasse für Malerei. 1987 wurde er zum Dekan gewählt, war von 1989 bis 1991 Prorektor und von 1999 bis 2005 Vorstand des Instituts für bildende Kunst. Am 19. Jänner 2007, wenige Tage vor seinem Tod, erfolgte der Spatenstich
zum Frohner-Forum in Krems-Stein. Im Rahmen eines Kultur- und Kommunikationszentrums
soll eine Ausstellungshalle für Werke Frohners sowie weiterer zeitgenössischer
Künstler geschaffen werden. Auf Wunsch Frohners sollte die Bezeichnung
Museum vermieden werden, da ein Museum nur Verstorbenen gewidmet werden
sollte. Die Realität holte ihn dabei ein. Aktuelle Ausstellung Kleine Galerie Wien: Die Unruhe oder der doppelte Boden
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Künstler 03/10 |
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Virgilius Moldovan Durch ihre Nacktheit entzaubert Moldovan, der vor 20 Jahren vor dem Ceaucescu-Regime nach Österreich flüchtete, Idole und Künstlergenies, thematisiert damit die Angst vor der eigenen Sexualität, die Abscheu vor dem eigenen Körper. Alle Techniken des Bildhauers, positive und negative Formen, Abgüsse in Wachs, Bronze, Aluminium und Beton werden genützt, um begrifflich kaum fassbare poetische Visionen zu vergegenwärtigen. dabei verwendet der Künstler sehr bewusst die von ihm für seine Arbeit entwickelten Stilmittel, die die herkömmliche Tradition der Plastik aufbrechen und einen neuen künstlerischen Kontext errichten. Der über drei Meter große, aus Silikon gefertigte nackte Picasso des rumänischen Künstlers Virgilius Moldovan war ein Highlight der Biennale Austria 2006. Die Figurationen von Virgilius Moldovan, raffiniert gestaltete Fragmente aus dem kollektiven Gedächtnis der Posen und Masken, scheinen elementare Empfindungen oder Handlungen aus Parabeln und mythischen Legenden zu vergegenwärtigen. Moldovans Baby ist das größte, 240 x 80 x 60 cm groß
und 40 kg schwer. Es sollte auf der http://www.mel-art.com/alte_factory/v_galerie/moldovan_virgilius/index.htm |
| Künstler 02/10 |
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Karl-Heinz Ströhle Mit Federstahlbändern hat Karl-Heinz Ströhle ein
Material gefunden, mit dem er seine Zeichnungen und Gemälde auch
in Bewegung versetzen kann. Ein Teil von Ströhles multimedialen Erkundungen
von Linie, Raum und Architektur ist in der Galerie Strickner auf Bildern
fixiert. Der andere wächst darauf aufbauend spielerisch-performativ
in den Realraum hinein. |
| Künstler 01/10 |
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Olaf Holzapfel Olaf Holzapfel wurde 1969 in Görlitz geboren, lebt und arbeitet in Dresden und Berlin. Er studierte von 1996–2001 an der Hochschule der Bildenden Künste Dresden, 2001/2002 am NID in Ahmedabad/Indien, 2002 an der Columbia University New York, hatte 2006–2008 eine Gastprofessur an der Kunstakademie Karlsruhe inne und lehrt seit 2008 als Gastprofessor an der Hochschule der Bildenden Künste Hamburg. In seinem künstlerischen Schaffen untersucht Holzapfel den urbanen Raum – einen Raum, der sich der Wahrnehmbarkeit entziehen – nach Zeichen, die unsere Wahrnehmung organisieren, als Spuren einer zeitlich begrenzten, subjektiven Realität. Als künstlerische Medien dienen ihm Plastik, Malerei, Digitaldruck, Fotografie und Installation gleichermaßen. Hierbei setzt er einem von Linearität und Zentralisierung geprägten Verständnis von Wahrheit und Wirklichkeit Diskontinuität und Simultanität entgegen Ausstellungen (Auswahl): 2009 Max Wigram Gallery, London; Palais de Glas, Buenos Aires; 2008 Galerie Hussenot, Paris; Anton Kern Gallery, New York; Kunstmuseen Krefeld, Museum Haus Lange; 2007 Johnen + Schöttle Galerie, Köln; Galerie Sabine Knust, München; Galerie Gebr. Lehmann, Dresden; 2006 Galerist, Istanbul; 2005 Martin Gropius Bau, Berlin; Johnen Galerie, Berlin. |